EMC – ElektroMobilitätsClub

Das „grüne“ Kennzeichen für Elektroautos und die damit verbundenen Vergünstigungen – Wels zeigt sich wieder als Vorreiter!

In gut 4 Wochen ist es soweit, und Besitzer von Elektroautos können sich ihr Kennzeichen mit den schwarzen Buchstaben und Ziffern auf eines mit grüner Schrift umtauschen. Damit sind auch mögliche Vergünstigungen verbunden. So können zB Städte oder Kommunen  den Elektrofahrzeugen Gratis-Parken oder Benützung von Busspuren gewähren.

Der EMC hat einen Test gemacht und sich in 3 Städten (Graz, Innsbruck und Wels) nach dem aktuellen Stand erkundigt. Leider ist das Ergebnis – mit einer Ausnahme – ernüchternd!

Die für die Parkraumbewirtschaftung in Graz zuständige Stelle (diese stellt für die Ausnahmebewilligung ein scheckkartengroßes Kärtchen aus) hat anscheinend bereits darüber „nachgedacht“, das Kennzeichen alleine für die Vergünstigung zu berechtigen, bis auf weiteres ist jedoch weiterhin das Kärtchen ZUSÄTZLICH zu verwenden. Innsbruck verweigert jegliche Akzeptanz und wird laut Auskunft der dortigen Juristin weiterhin auf die bis 30.06.2018 gültigen A6-großen Ausnahmebewilligungen bestehen. Der dafür notwendige Verwaltungsaufwand sei überschaubar, und dafür, dass der Elektroautofahrer dann in Innsbruck gratis parken dürfe, müsse ihm die Beantragung der Ausnahmebewilligung schon wert sein …

Zwei Mitglieder des EMC hatten am Nachmittag des 27.02.2017 einen Termin beim Welser Bürgermeister Mag. Dr. Andreas Rabl (FPÖ) um nach dem aktuellen Stand zu fragen. Dr. Rabl überraschte mit seiner Antwort. Vor einigen Tagen habe es eine Gemeinderatssitzung gegeben, in der beschlossen wurde, dass die Stadt Wels ab Ausgabetermin die grünen Kennzeichen für Elektroautos ANERKENNEN werde. Für Besitzer solcher Kennzeichen sei somit die Beantragung eines „Elektroauto-Parkausweises“  hinfällige Geschichte … DANKE UND ANERKENNUNG für diesen – für die Elektromobilität sehr positiven – Beschluss!

Es wäre schön, wenn viele andere Städte und Gemeinden dem Vorbild der Stadt Wels folgen würden, um die Handhabung der Elektromobilität zukünftig zu „vereinfachen“, denn eine Vielzahl von Lade- und Sonderberechtigungskarten mitführen zu müssen ist bestimmt nicht der richtige Weg, dieser Sachlage zu begegnen!

(c) Gert Scherhammer