EMC – ElektroMobilitätsClub

Bund steht hinter E-Mobilität

LadeplatzFörderinformation E-Mobilität Österreich ab 1.1.2017:

Verkehrsministerium, Umweltministerium und die Automobilbranche haben für Österreich ein Paket zur Förderung von Elektromobilität in Höhe 72 Millionen Euro geschnürt. Das Maßnahmenpaket umfasst Anreize für den Kauf von Elektro-Fahrzeugen, den Aufbau von E-Ladestationen und eine eigene Nummerntafel für E-Autos. Schon ab März 2017 stehen die Ankaufprämien für Elektrofahrzeuge österreichweit zur Verfügung.

Ankaufförderung für Fahrzeuge:

Die Beantragung einer Ankaufförderung für Elektrofahrzeuge ist für Neuwagenkäufe ab dem 1. Jänner 2017 möglich. Anträge dafür können ab März unter www.umweltfoerderung.at eingereicht werden und gelten für Käufe ab 1.1.2017 rückwirkend. Privatpersonen erhalten 4.000€ für vollelektrische PKW oder Autos mit Brennstoffzelle, mitsamt steuerlicher Vorteile erreiche die Förderung 4.300€. Für Plug-In-Hybride gibt es 1.500€ Förderung für Privatpersonen.
Voraussetzung ist, dass der Neuwagen in der Basisversion nicht mehr als 50.000€ kostet, mindestens 40 Kilometer rein elektrische Reichweite aufweist und der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern stammt. Um letzteres nachzuweisen ist die Vorlage eines Grünstrom-Liefervertrages notwendig. Plug-In-Hybride mit Diesel-Zusatzmotor (Range Extender) sind von der Förderung ausgeschlossen. Unternehmen und Gebietskörperschaften erhalten 3.000€ für ein vollelektrisches und 1.500€ für ein Plug-In-Hybrid-Fahrzeug.
Gefördert wird nicht nur der Ankauf von Elektroautos, sondern auch von anderen Elektrofahrzeugen. Beim Kauf eines neuen E-Motorrads oder E-Mopeds erhält man 375€. Für Fahrzeuge der Klassen M2 oder N1 mit einem Gewicht zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen erhalten Unternehmen, Gebietskörperschaften oder Vereine bis zu 20.000€. Für E-Busse kommen bis zu 60.000€ Förderung in Frage. Auch bei diesen Fahrzeugen muss der Strom aus erneuerbaren Energieträgern stammen.

Ladeinfrastruktur:

Bei der Ladeinfrastruktur sieht das Aktionspaket die Förderung privater und öffentlicher Einrichtungen vor. Pro privater Ladestation mit bis zu 22 Kilowatt Leistung, auch als “Wallbox” bekannt, sollen 200€ vergeben werden.
Öffentlich fokussiert sich das Paket auf die Förderung von Schnellladestationen mit Abgabeleistungen ab 43kW (Wechselstrom) bzw. 50kW (Gleichstrom). Bis Ende 2018 sieht das BMVIT eine flächendeckende Ladeinfrastruktur im ganzen Land vor. Autobahnbetreiber ASFINAG und die ÖBB werden ihren Teil dazu beitragen.

Sachbezug, Vorsteuerabzugsfähig und NOVA:

Seit 1. Jänner 2016 entfällt für Elektroautos, die als Dienstfahrzeuge genutzt werden, der Sachbezug. Weiteres sind ab 2016 alle Elektroautos für Selbständige und Unternehmer vorsteuerabzugsfähig. Beim Vorsteuerabzug ist jedoch die „Luxustangente“ zu beachten. Dies bedeutet, dass ein Vorsteuerabzug nur für Anschaffungskosten bis 48.000€ genutzt werden kann. Wenn also ein Elektroauto 70.000€ kostet, dürfen nur Anschaffungskosten von 48.000€ abgesetzt werden. Der Vorsteuerabzug kann dann auch nur von diesem Betrag berechnet werden. In Österreich fällt zudem die motorbezogene Versicherungssteuer weg, was sich ebenfalls auf die laufenden Betriebskosten positiv auswirkt.
Mit diesem Förderpaket kann die Entwicklung der E-Mobilität weiterhin unterstützt und vorangetrieben werden. Die Förderungsaktionen sind bis Ende 2018 vorgesehen bzw. solange Förderungsmittel zur Verfügung stehen.

3 comments

  1. Guten Morgen aus Wien,
    vielen Dank für die verständliche Zusammenfassung, die aber für mich eine Frage ergibt:
    Gilt der BMW I3 Rex auch als reines Elektrofahrzeug = 4000,-€ Förderung??

    Wann ist der nächste Stammtisch in Wien??

    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

    G.Seethaler

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