EMC – ElektroMobilitätsClub

Erfahrungsbericht: NRGkick

NRGkick (2)Gestern war es endlich soweit … Nach 2 Monaten des Wartens habe ich die erlösende eMail bekommen, dass mein NRGkick (den ich Mitte Juni 2015 vorbestellt habe) endlich an den Paketdienstleister übergeben wird. Also heute voller Erwartung aufgestanden und wie ein Kind zu Weihnachten auf das (Tür)Glöckchen gewartet. Um 10 Uhr Vormittag läutete DPD dann auch endlich und übergab mir das Paket. Sofort geöffnet, kamen alle Goodies zum Vorschein … Der NRGkick 22kW mit Bluetooth, die 3 Adapter (16A CEE rot, 16A CEE blau sowie Schuko).

Gleich vorweg muss ich anmerken, dass die NRGkick App für das Smartphone (noch) nicht verfügbar ist. Laut Auskunft des Herstellers wurde die App und dessen Oberfläche noch einmal komplett überarbeitet und die App wird ca. Anfang September 2015 für Android und iOS verfügbar sein.

Nachdem es in diversen Foren leider auch immer wieder negative Kommentare gibt, muss ich hier für den Hersteller eine Lanze brechen. Ich habe diesen im Mai beim 2. Österreichischen ZOE-Treffen in Linz persönlich kennenlernen dürfen, schätze seine Arbeit sehr und unterstütze ihn gerne. Es handelt sich hier nicht um einen Megakonzern, der irgendein Produkt auf den Markt wirft nur um sagen zu können, dass er auch so etwas im Angebot hat, sondern um ein kleines junges österreichisches Unternehmen, welches ein – wie ich finde – total ausgeklügeltes, kleines und optisch ansprechendes Ladegerät entwickelt, dass seines Gleichen sucht. Dass es da einmal zu kleinen Verzögerungen kommen kann stellt für mich daher kein großes Problem dar. Ich habe schon etliche Start-Ups auf Kickstarter und Indiegogo unterstützt, und es kam bei (fast) allen Projekten zu zum Teil erheblicheren Verzögerungen.

Nun aber zurück zum NRGkick: ich habe diesen selbstverständlich auch gleich ausprobiert. Da ich an diesem Tag mit einem geliehenen Tesla Model S 85D unterwegs war habe ich natürlich gleich den Tesla zum Laden an die NRGkick gehängt. Hat erwartungsgemäß einwandfrei funktioniert. Da der Tesla aber schon relativ leer war und leider keinen Doppelcharger verbaut hatte, habe ich dann doch den SuperCharger vorgezogen 🙂

NRGkickZu Hause habe ich dann den NRGkick mit seinem zukünftigen Aufgabengebiet vertraut gemacht. Meinem ZOE Zen, Q210, Baujahr 2013. Da ich in der Tiefgarage über einen 16A CEE rot sowie einen Schuko-Anschluss verfüge, habe ich den NRGkick gleich auf Herz und Nieren geprüft. 32A/16A Adapter in die Steckdose, NRGkick angesteckt (man sollte gemäß Hersteller immer zuerst den NRGkick mit Strom versorgen) und schon begrüßt einem der NRGkick mit leuchtenden LEDs. Eine grüne LED für den Status und eine Blaue für die eingestellte Stromstärke. Durch simples Drücken auf den einzig vorhandenen Knopf (Select) kann die gewünschte Stromstärke in verschiedenen Schritten (10A, 13A, 16A, 24A, 32A) manuell eingestellt werden.

Ich freue mich schon auf die App, denn mittels dieser kann man dann jeden beliebigen Stromgrenzwert sowie gewünschte Lademenge etc. genau einstellen. Dies habe ich damals in Linz schon live gesehen und hat mich damals schon vollends von diesem Produkt überzeugt. Weiters finde ich sehr praktisch, dass rechts neben der LED der eingestellten Stromstärke auch die daraus resultierende Ladeleistung angeführt ist. Dadurch können sich auch nicht so versierte Elektronauten einen guten Überblick bezüglich der verbrauchten bzw. zu ladenden Energie verschaffen. Der NRGkick verfügt weiters noch über einen eingebauten Fehlerstromschutzmechanismuss, welcher Gleich- und Wechselfehlerströme erkennt. Damit erspart man sich in der Installation einen entsprechenden FI “B”, welcher normalerweise bis zu 600€ kostet.

NRGkick_KabelvergleichBei den Kabeln des NRGkick als auch bei den Adaptern handelt es sich um originale Mennekes-Kabel. Anzumerken ist, dass das Mennekes-Kabel der 32A Version sich etwas “klobiger” anfühlt als das originale türkise 32A Ladekabel, welches bei meinem ZOE mitgeliefert wurde.

Positiv möchte ich auch noch anmerken, dass sich auf den mitgelieferten Adaptern Warn-Aufkleber befinden, die auf die maximal einzustellende Stromstärke bei deren Verwendung hinweisen. Der Ladevorgang am ZOE hat nach wenigen Sekunden der Überprüfung einwandfrei gestartet und ich bin mir sicher, dass mich der NRGkick noch auf vielen Reisen begleiten wird.

Der Abbruch der Ladung erfolgt entweder am Fahrzeug selbst oder durch 4-sekündiges Drücken auf den Select-Knopf des NRGkick (oder nach eingestelltem Energieverbrauch in der App). Informationen zur App werde ich dann Anfang September bzw. sobald die App verfügbar ist aber noch detailliert nachreichen.

Alles in allem kann ich sagen, dass mich der NRGkick noch genauso fasziniert wie am ersten Tag als ich ihn gesehen habe. Ein schlankes Gerät mit technischen Raffinessen zu einem fairen Preis. Und was ich nicht unerwähnt lassen möchte ist die Diesbstahlsicherheit. Bei der bis jetzt verwendeten crOhm brauchte ein “netter Mensch” lediglich die Stromzufuhr abstecken, die crOhm entriegelte den Typ2 automatisch (laut Hersteller ein Sicherheitsfeature bei Stromausfall) und man konnte mit der crOhm einfach um die nächste Ecke verschwinden. Beim NRGkick bleibt dieser jedoch autoseitig nach dem Abstecken der Stromzufuhr verriegelt.

Alle EMC-Mitglieder, die jetzt neugierig auf dieses Produkt geworden sind und sich dessen Anschaffung überlegen, können sich sogar noch über ein extra Geschenk freuen: Jedes EMC-Mitglied erhält beim Kauf eines 22kW NRGkick (mit oder ohne Bluetooth) einen 32A/16A-Adapter GRATIS DAZU!

Info unter http://emcaustria.at/22kw-nrgkick-kaufen-und-gratis-adapter-32a-16a-erhalten/

(c) Gert Scherhammer

5 comments

  1. Hallo Gert,
    super Infos und sehr schöner Bericht. Ich bin ja auch schon sehr am Schwanken, ob ich mich nicht von der crOhm-Box trennen werde und auf die NRG Kikck setzen werde. Mal sehen. Ist einfach super kompakt und vor allem die Stromstärken sind einfach zum Einstellen. Bei der crOhm ist das mit den bunten LEDs meiner Meinung unnotwendigerweise umständlich gelöst.

    Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die crOhm-Box eben auch schon vor fast 2,5 Jahren auf den Markt gekommen ist und immer noch weit mehr kann als die meisten Standard-Wallies.

    E-mobile Grüße,
    Volker
    http://www.elektroautor.com

  2. Sehr guter Bericht, der die vielen Vorzüge des NRGkick deutlich macht und hinter dem man auch ehrliche Anerkennung für die Entwickkler spürt! Bin sehr Deiner Meinung.

    Hast Du schon ein Update bezüglich der App? Ich habe nur iOS im Angebot und konnte die Android-Version noch nicht testen.

  3. Hallo Matthias,
    in Ermangelung eines Android-Smartphones warten auch wir noch auf die iOS-Version. Sobald diese verfügbar ist werden wir den Artikel auf der Homepage natürlich so rasch als möglich mit einem Erfahrungsbericht aktualisieren …

    Elektrische Grüße