EMC – ElektroMobilitätsClub

Erfahrungsbericht: Tesla Model S Firmware 7.0

IMG_2684Vor wenigen Tagen hat Tesla für das Model S die neue Firmware 7.0 vorgestellt. Selbstverständlich hat der EMC keine Kosten und Mühen gescheut und diese Firmware sogleich getestet. Im folgenden Bericht möchten wir euch unsere ersten Eindrücke schildern. Aber zunächst einmal das Wesentliche. Tesla hat dem Model S mit dem neuesten Update auch eine – meiner Meinung nach – modernere Oberfläche spendiert. Irgendwie wirken die ganzen Anzeigen für mich noch etwas “futuristischer” aber jedenfalls aufgeräumter.

Nach der Einführung der Merkmale “automatische Notbremsungen” und “Toter-Winkel-Warnungen” im letzten Update dürften die Highlights dieses Updates aber jedenfalls die neuen “Autopilot-Features” sowie das “automatische Einparken” sein. Zugegebener Maßen sind manche dieser Features nun nicht wirklich neu am Markt, jedoch findet man keinen anderen Autohersteller, bei dem solche Features per Gratis-Update eingespielt werden können. Das Update selbst dauerte dann knapp 2 Stunden. 

Auch wenn das Bild am Anfang etwas überladen wirkt, gewöhnt man sich sehr schnell an die neue Darstellung. Links im Dashboard sieht man die neue Verbrauchsdarstellung, welche nun viel aussagekräftiger ist als die Vorgängerversion. Neben dem aktuellen Verbrauchs- bzw. Rekuperationswertes sieht man auch die Verbrauchskurve. Rechts sieht man die Darstellung des neuen Bordcomputers mit gefahrener Strecke, Zeit und Verbrauch. Komplett neu überarbeitet wurde jedoch die “Mitte”. Das blaue Lenkrad im oberen Bereich rechts der aktuellen Geschwindigkeit zeigt an, dass der Autopilot momentan aktiviert ist. Wenn dieses Icon grau dargestellt wird ist das ein Zeichen, dass die Autopilot-Funktion verfügbar wäre aber nicht aktiviert ist. Links von der Geschwindigkeit sieht man den aktuellen Einstellungswert des Tempomaten. In der Mitte unten sieht man das eigenen Fahrzeug. Die Darstellung des Fahrzeuges ist dynamisch. Wenn man also blinkt oder das Licht einschaltet, spiegelt sich dies auch in der Anzeige wieder. Sobald die Sensorik aufgrund der Bodenmarkierungen einen FAHRSTREIFEN erkennt wird dies durch blaue Markierungen links und rechts des Fahrzeuges am Display angezeigt. Natürlich wird auch die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit sowie voraus fahrender Verkehr aufgrund der Frontkamera sowie des Abstandsdetektors erkannt und im Display angezeigt.

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Hier nun ein Video, wie sich das Fahrzeug verhält wenn man der Fahrspur folgt. Im Gegensatz zu anderslautenden Berichten im Web war es uns möglich auch OHNE voraus fahrenden Fahrzeugs das Auto per Autopilot in der Spur zu halten. Ein weiteres Video zeigt, wie das Model S den Fahrstreifen wechselt. Hier ist anzumerken, dass das Setzen des Blinkers alleine NICHT reicht. Als Sicherheits-Feature muss ZUSÄTZLICH das Lenkrad berührt werden. Sobald dies geschieht wechselt die durchgezogenen blaue Linie in eine strichvierte Linie und das Model S wechselt wie von Geisterhand von selbst die Spur.

Zum Schluß des Berichts noch das zweite Highlight des Updates. Das Autoparken. Wenn man mit einer Geschwindigkeit von unter 24km/h fährt und das Fahrzeug eine Gehsteigkante erkennt wird bei entsprechend großer paralleler Lücke rechts neben dem Fahrzeugsymbol ein “P” dargestellt. Wenn man nun den Rückwärtsgang einlegt wechselt die Anzeige am mittleren 17 Zoll Display und der Parkassistent kommt zum Vorschein. Durch einen Klick auf START beginnt sich das Fahrzeug vollkommen autonom in die Lücke einzuparken.

Soweit einige der Neuerungen in der Firmware 7.0. Die zukünftige Version 7.1. sollte das Model S dann auch alleine in und aus der Garage fahren lassen können. Ob solche Features aufgrund der Gesetzeslage auch in Österreich erlaubt sein werden bleibt abzuwarten. Weiters hat Elon Musk in Kürze bereits ein weiteres Update der unteren Autopilot-Funktionalität auf die Version 1.01 angekündigt. Mit dieser wird der Autopilot Verbesserungen im Bereich der Kurvengeschwindigkeit und der Sparhaltung bei schlecht sichtbaren Markierungen erhalten. Zusätzlich wird die Lernfähigkeit des Systems verbessert und die Steuerung soll weicher funktionieren.

Zum Schluss noch ein DANKE an Margarete und Wolfgang für die Zur­ver­fü­gung­stel­lung des Model S und die aufgewendete Zeit für die Tests!

(c) Gert Scherhammer

3 comments

  1. Nur fürs Protokoll:

    “…Das Update dauerte knapp 2 Stunden (die Gegend in der das Software-Update durchgeführt wurde verfügt nicht wirklich über den besten Internetempfang)…”

    Nur der Empfang des Software-Paketes geht über die bordeigene Mobilfunkverbindung. Sobald die Meldung eintrifft, dass ein Softwareupdate gestartet werden kann, liegt das Paket bereits auf dem Bordrechner.

    Das Installieren selbst funktioniert übrigens ohne jegliche Netzwerkanbindung und dauert immer ca. 1 Stunde und 40 Minuten.

  2. DANKE für die Info … das wusste ich noch nicht … habe es im Beitrag bereits geändert …

    LG

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